Digitale Revolution im ÖPNV

Von der Theorie zur Praxis

26. November 2020, 14 Uhr

Daten klug nutzen

26. November 2020, 14 Uhr, im Webinar

Während in anderen Branchen die digitale Revolution schon vorbei ist, scheint sie im Öffentlichen Nahverkehr gerade erst zu beginnen. Das liegt nicht daran, dass es zu wenig Daten im ÖPNV gibt. Im Gegenteil, es gibt viele Datenquellen, schon lange wie AFZ-Daten und Fahrplandaten und Mobilfunkdaten. Dazu noch weitere neue, z.B. WLAN, Bluetooth und Apps. Nur genutzt werden sie viel zu wenig. Das mFund Projekt Mobile Data Fusion des Bundesverkehrsministeriums will das ändern.

Dabei sein

DILAX Lab am 26. November, 14 Uhr. Jetzt anmelden

Seit zwei Jahren leitet Dr. Antje-Mareike Dietrich dieses Forschungsprojekt, dessen ausführlicher Titel lautet: Ermittlung der Fahrgastnachfrage aus AFZS-, WLAN-, Bluetooth- und Verbindungsdaten (Mobile Data Fusion). Ziel des Projekts ist es, zu wissen und zu verstehen, wie Kunden Bus und Bahn fahren, wann sie einsteigen, wo sie umsteigen, wie sie ankommen. Eine wichtige Antwort der fusionierten Datenquellen soll die OD-Matrix (Quelle-Ziel-Verflechtungen) sein.

Was wollen die Kunden des ÖPNV? Und wie lange dauert es, bis sie das bekommen?

Aber auch zum Kundenverhalten wollen die forschenden Partner am Ende mehr wissen: wie häufig nutzt jemand den ÖPNV, wie verschieden sind die Wege, unter welchen Bedingungen wird es wo genau voll? Denn klar ist, die Antworten lassen sich in den verschiedenen Datenquellen finden. Aber gemeinsam werden sie noch aussagekräftiger.

Der Nordhessische VerkehrsVerbund NVV steht als Projektpartner für die Praxis bereit: mit Testlinien und Testhaltestellen für das neue Verfahren. Und getestet wird auch schon kräftig mit den verschiedensten Prämissen.

Eine große Hürde dieses Vorhabens ist die Frage des Datenschutzes. Die kann nicht erst am Ende des Projekts beantwortet werden, sondern musste von Anfang an mitgedacht werden. Eines der ersten Ergebnisse war deshalb „Privacy by Design“, ein Datenschutzkonzept, das die DSGVO in jedem Detail erfüllt.

#ForBetterMobility

Im DILAX Lab reden wir mit Dr. Antje-Mareike Dietrich über ihre Forschungsarbeit. Wir wollen wissen, wie gut das neue Datenauswertungsverfahren schon funktioniert, wie genau Daten die Verkehrsbetriebe dazu bringen, schneller und besser zu handeln? Denn klar ist, der ÖPNV braucht im Sturm der Veränderung unserer Mobilität schon jetzt neue, attraktive Antworten.

Einladung zum Mitdenken und Mitmachen

Das DILAX Lab dauert 30 Minuten. Wenn Sie Fragen haben, die wir im DILAX Lab erforschen sollten, dann schreiben Sie uns gern, was Sie wissen möchten, an webinar@dilax.com

DILAX Lab

Bisherige Folgen on-Demand anschauen.

Megatrend ÖPNV

10. November 2020

Zukunftsfragen

10. November 2020, 14 Uhr Antworten im Webinar

Auf der ganzen Welt herrscht gerade der Ausnahmezustand: die Cornona-Pandemie erschüttert unseren Alltag. Wir fahren nicht mehr in den Urlaub, wir arbeiten zu Hause statt im Büro. Wir vermeiden öffentlichen Räume und soziale Kontakte. Das hat schwere Folgen für den ÖPNV, es fehlen Mitfahrende: Touristen, Schüler und Studierende, Berufstätige, die zur Arbeit fahren, Kunden besuchen, Konferenzen veranstalten, Shopper, Sportler und Cineasten. In manchen Ländern sind die Fahrgastzahlen dramatisch eingebrochen, in anderen halten sie sich noch bei 60% bis 70% des Vorjahres.

Inmitten dieser Krise hat das Hamburger Zukunftsinstitut den Mobility Report 2021 veröffentlicht. Der Autor, Dr. Stefan Carsten, untersucht darin hochaktuell, welche Auswirkungen Corona jetzt schon auf die Mobilität im urbanen Raum hat. Und was das für die Zukunft des ÖPNV heißt.

Dabei sein

DILAX Lab am 10. November, 14 Uhr. Jetzt Aufzeichnung ansehen

Neue Ideen

für mehr ÖPNV

Vor allem zwei Trends sprechen dafür, dass die Städte und Kommunen in Zukunft mehr ÖPNV brauchen als weniger:

Road Diet:

Dieser Trend bezeichnet das Ende der automobilen Stadt, wie es in Barcelona, Sydney, Paris und Wien schon fortgeschritten zu erleben ist. Deutsche Städte wie Berlin, München und Hamburg haben noch Startschwierigkeiten, aber auch in vielen Kleinstädten gibt es Projekte und Initiative, die die Stadt für Menschen statt für Autos öffnen wollen.

Healthy Mobility:

In der ersten Welle der Coronakrise wurde sehr vielen Menschen bewusst, was es heißt, sich bewegen zu können. Es ist existenziell bedeutend. Dieses Bedürfnis bleibt stark und braucht saubere Luft zum Atmen und freie Straßen, die sicher zu begehen und auf dem Rad zu befahren sind. Busse und Bahnen sind Teil dieser neuen, aktiven Mobilität.

#ForbetterMobility

Wir wollen uns mit Dr. Stefan Carsten über die Zukunft der Mobilität unterhalten und ihm viele Fragen dazu stellen. Denn er forscht als Mobilitätsexperte und Urbanist schon seit über zwanzig Jahren zu diesem Thema. Und er weiß, dass es nicht die eine Zukunft gibt, sondern viel Zukunft: Zukünfte. Wir haben die Chance, sie gemeinsam zu gestalten.

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